Bonitätsprüfung von Mietern

Bonitätsprüfung von Mietern

Bonitätsprüfung: So finden Sie zahlungssichere Mieter

Jeder Vermieter wünscht sich Mieter, die pünktlich zahlen und gut mit der Wohnung umgehen. Eine Bonitätsprüfung ist dabei kein Zeichen von Misstrauen, sondern ein einfaches Werkzeug, um Mietausfälle von vornherein zu vermeiden. Sie schützt auch die Mieter vor einer Wohnung, die sie sich auf Dauer nicht leisten können.

Welche Unterlagen sind sinnvoll?

  • Mieterselbstauskunft: Angaben zu Person, Beruf und Einkommen. Das ist die wichtigste Grundlage.
  • Gehaltsnachweise: meist die letzten drei Lohnzettel. Sie belegen ein regelmäßiges Einkommen.
  • Bestätigung des Vorvermieters: dass keine Mietschulden offen sind.
  • Bonitätsauskunft einer Kreditauskunftei: Sie zeigt, ob es schon Zahlungsausfälle oder offene Schulden gibt. Einholen dürfen Sie diese nur mit schriftlicher Zustimmung des Interessenten. Einfacher geht es, wenn der Interessent selbst eine kostenlose Selbstauskunft anfordert und Ihnen vorlegt.

Gut zu wissen: Wer eine Mietausfallversicherung abschließen will, muss meist eine Bonitätsprüfung nachweisen.

Was Sie fragen dürfen und was nicht

Erlaubt sind Fragen, die mit der Zahlungsfähigkeit zu tun haben:

  • Einkommen und Arbeitsverhältnis
  • offene Mietschulden
  • Anzahl der Personen, die einziehen

Tabu sind private Fragen, zum Beispiel nach:

  • Schwangerschaft oder Kinderwunsch
  • sexueller Orientierung
  • Herkunft
  • Religion oder politischer Einstellung

Solche Dinge dürfen bei der Entscheidung keine Rolle spielen.

Datenschutz: Alle Daten müssen DSGVO-konform behandelt werden. Holen Sie die Zustimmung ein, speichern Sie die Daten sicher und verwenden Sie sie nur für die Vermietung. Unterlagen von Interessenten, die nicht einziehen, löschen Sie wieder. Erklären Sie offen, wofür Sie welche Unterlagen brauchen. Das schafft Vertrauen.

Was tun bei einem negativen Ergebnis?

Sie können den Interessenten ablehnen, wenn das Risiko zu hoch ist. Es gibt aber auch Zwischenlösungen:

  • eine höhere Kaution
  • eine Bürgschaft, etwa der Eltern bei Studierenden
  • eine Vorauszahlung

Bleiben Sie dabei sachlich und nachvollziehbar. Das schützt Sie rechtlich und sorgt für einen fairen Ablauf.